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Projektbericht

Höhere Belüftungseffizienz in Rotorua

By Projektbericht

Höhere Belüftungseffizienz in der Kläranlage Rotorua, Neuseeland mit iTURBO®-Gebläsen

Im Rahmen unseres kontinuierlichen Engagements für hocheffiziente, nachhaltige Lösungen für die kommunale Abwasserbehandlung hat INVENT erfolgreich vier iTURBO®-Gebläse an die Kläranlage Rotorua in Neuseeland geliefert und in Betrieb genommen. Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem regionalen Partner, Jonassen Industrial Projects Ltd., durchgeführt.

Hintergrund des Projektes

Die Kläranlage Rotorua wird vom Rotorua Lakes Council betrieben und ist eine wichtige Einrichtung in der Region „Bay of Plenty“, die sowohl kommunale als auch industrielle Abwässer aus dem Stadtgebiet behandelt. Die Anlage nutzt ein Belebtschlammverfahren und wird derzeit umfassend modernisiert, um höhere Umweltstandards zu erfüllen und zukünftiges Bevölkerungswachstum abzudecken.

Einer der Schwerpunkte der Modernisierung ist die Verbesserung der Belüftungseffizienz, die in der Vergangenheit über 50 % des gesamten Energiebedarfs in der biologischen Behandlungsphase ausmachte. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die leistungsstarken iTURBO®-Gebläse von INVENT ausgewählt, um veraltete Gebläse zu ersetzen und eine Energiebedarf freundlichere und zuverlässigere Lösung zu haben.

Lieferumfang

Vier INVENT iTURBO®-Gebläse mit 160 kW Eingangsleistung pro Gebläse mit einer Förderleistung von bis zu 6000 Nm3/h bei 70 kPa Förderdruck. Vollständig integrierte Einheiten, zum Ersatz veralteter Gebläse, darunter:

  • 155 kW Hochgeschwindigkeits-Permanentmagnet-Synchronmotoren (PMSM)
  • Direkt angetriebene Turbinenlaufräder
  • Integrierter Frequenzumrichter (VFD)
  • Integrierte industrielle SPS-Steuerung von Siemens
  • Erweiterte Überwachung mit HD-Touchscreen-HMI
Implementierung und Ergebnisse

Alle vier iTURBO®-Gebläse wurden 2021 erfolgreich installiert und in Betrieb genommen. Seit der Inbetriebnahme haben sie folgendes bewiesen:

  • Erhebliche Energieeinsparungen im Vergleich zu älteren Systemen (bis zu 30 % Reduzierung nachgewiesen)
  • Stabile und effektive Sauerstoffversorgung für den biologischen Prozess
  • Minimale Geräuschemissionen, was zu einer verbesserten Arbeitsumgebung beiträgt (<78 dB(A))
  • Geringerer Wartungsaufwand, wobei der Austausch der Luftfilter die einzige regelmäßige Wartungsaufgabe ist

Die Integration in das bestehende SCADA-System ermöglicht Echtzeitüberwachung, Fehlerdiagnose und Leistungsoptimierung und unterstützt so die Betriebseffizienz und Zuverlässigkeit der Anlage.

Technische Vorteile des iTURBO®-Gebläses

Energieeffizienz: Optimierter isentropischer Wirkungsgrad und minimale mechanische Verluste

Kompakte Bauweise: Integriertes Design reduziert den Platzbedarf und vereinfacht die Anordnung

Digitale Intelligenz: Adaptive Regelalgorithmen reagieren auf wechselnde Lastbedingungen

Hochwertige Verarbeitung: Pulverbeschichtetes Gehäuse mit Befestigungselementen und Anschlüssen aus Edelstahl 316 für langfristigen Schutz vor der schwefelhaltigen vulkanischen Atmosphäre

Nachhaltigkeit: Trägt zu einer messbaren Reduzierung der CO₂-Emissionen und Lebenszykluskosten bei

Weitere Projekte in Neuseeland

Nach dem Erfolg in Rotorua wurden iTURBO®-Gebläse auch in anderen wichtigen Kläranlagen in Neuseeland installiert:

  • Kläranlage Green Bay in Dunedin, drei iTURBO®-Gebläse, Inbetriebnahme 2024
  • Kläranlage Shotover in Queenstown, drei iTURBO®-Gebläse, Inbetriebnahme 2025
Fazit

Das Projekt der Kläranlage Rotorua unterstreicht die Leistungsfähigkeit der iTURBO®-Gebläse von INVENT, die in der modernen Abwasserbehandlung zu spürbaren Verbesserungen in Bezug auf Energieeffizienz, Betriebssicherheit und Prozesssteuerung führt. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur langfristigen Nachhaltigkeit der kommunalen Infrastruktur in Neuseeland und weltweit zu leisten.

iTURBO®-Gebläse: Jetzt Broschüre downloaden!

Optimierung von MBBRs mit CFD

By Pressemeldungen, Projektbericht, Think Fluid Dynamix

Abbildung 1: Strömungsgeschwindigkeiten, denen die Träger im IFAS-Reaktor ausgesetzt sind

Optimierung von MBBRs mit fortschrittlicher numerischer Strömungssimulation

Kläranlagen stehen kontinuierlich vor den Herausforderungen, ihre Kapazitäten zu erweitern, den Energieverbrauch zu senken und dabei gesetzliche Vorgaben verlässlich zu erfüllen. Wirbelbett-Biofilm-Reaktoren (MBBR) sind attraktiv, da sie auf kleinem Raum eine große biologische Oberfläche bieten: In den kompakten Becken sind Millionen kleiner Trägerelemente suspendiert, auf denen sich ein Biofilm bildet. Wie hoch die Abbauleistung ist, hängt jedoch davon ab, wie gut die Flüssigkeit, die Träger und (in der aeroben Stufe) die Luft miteinander vermischt sind. Die wichtigsten Auslegungsparameter sind die Beckengeometrie, der Füllgrad mit Trägermaterial, die Belüftungsanordnung sowie die Verteilung der Zu- und Ablaufströme – jedes Ungleichgewicht kann zu Totzonen oder hydraulischen Kurzschlüssen führen, die die Leistung beeinträchtigen.

Warum konventionelles CFD unzureichend ist

Klassische Computational Fluid Dynamics-Modelle (CFD) können Wasser- und Luftströme modellieren, aber die feste Phase eines MBBR ist ebenso wichtig. Bei Hunderten von Millionen von Trägern unterschiedlicher Form und Dichte ist die Verfolgung der Bahnen jedes einzelnen Partikels rechnerisch kaum realisierbar. Vereinfachte Ansätze vernachlässigen jedoch die entscheidende Partikeldynamik, weshalb die Simulationen stets durch empirische Daten abgesichert werden müssen, um verlässliche Ergebnisse zu liefern.

CFD-DEM: Kombination von Flüssigkeiten und Partikeln

Die INVENT-Experten von THINK Fluid Dynamix® verbinden CFD mit der Diskrete-Elemente-Methode (DEM). CFD löst die Navier-Stokes-Gleichungen für die Flüssigkeit, während DEM jeden Träger als individuellen Körper behandelt, der sich bewegen, kollidieren und Impuls mit dem Wasser austauschen kann. Da die idealisierten Formen keine komplizierten internen Strukturen aufweisen, wird das Modell in einem Labortank kalibriert:

  • Durchführung von Mischversuchen bei kontrollierten Geschwindigkeiten und Aufzeichnung der Höhe und Verteilung der Trägersuspension.
  • Anpassung der effektiven Dichte, der Reibung und der Restitutionskoeffizienten, bis der virtuelle Tank die physikalischen Ergebnisse wiedergibt.
  • Skalierung des validierten Modells zuverlässig auf Reaktoren in voller Größe.

Abbildung 2: Testbehälter auf der Anlage (links) und der CFD-simulierte Behälter in den Anfangsbedingungen (rechts)

Abbildung 3: Simulation des Resuspensionstests von Trägermaterial unter bestimmten Betriebsbedingungen

Fallstudie Blue Plains

Die Kläranlage Blue Plains Advanced Wastewater Treatment Plant in Wahington D.C., USA, sollte ihre biologischen Reaktoren auf ein IFAS-System (Integrated Fixed-Film Activated Sludge), eine Art MBBR-Technologie, umstellen und holte sich dafür das THINK Fluid Dynamix®-Team an Bord. Zunächst wurde ein Pilotreaktor in vollem Maßstab entworfen und mit einer Kombination aus numerischer Strömungssimulation und diskreten Elementen (CFD-DEM) untersucht. Das Hauptziel bestand darin, zu verstehen, wie sich die Einführung von IFAS-Medien in einen bestehenden anoxischen Tank auf die Flüssigkeitsströmung und -mischung auswirkt. Diese CFD-DEM-Analyse ermöglichte die Bewertung der Mischungseffektivität unter verschiedenen Betriebskonfigurationen, wie z.B. unterschiedliche Anordnung der Rührwerke, Medientypen und hydraulische Verweilzeiten. Die Studie konzentrierte sich auf wichtige Leistungsindikatoren wie Strömungsgeschwindigkeiten, die gleichmäßige Verteilung der Trägermedien im Reaktor, das Vorhandensein inaktiver oder stagnierender Bereiche und etwaige Kurzschlüsse in der Strömung. Die Simulationen lieferten nicht nur visuelle Darstellungen von Strömungsmustern, sondern ermöglichten auch die quantitative Untersuchung statistischer Daten, einschließlich der räumlichen Anordnung der Trägermedien und der Merkmale von Stagnationszonen.

Abbildung 4: Das mehrphasige CFD-Modell des IFAS-Reaktors

Abbildung 5: Durchschnittliche Strömungslinien im IFAS-Reaktor

Auswirkungen und Ausblick

Dieses Projekt, das für DC Water in der Blue Plains Advanced Wastewater Treatment Plant durchgeführt wurde, zeigt den bedeutenden Fortschritt bei der Simulation und Optimierung von MBBRs durch die Kombination von fortschrittlicher CFD mit der DEM und einer gründlichen experimentellen Kalibrierung. Die Methodik, die durch eine bahnbrechende Pilotreaktoranalyse für DC Water in der Blue Plains Advanced Wastewater Treatment Plant validiert wurde, lieferte detaillierte Einblicke in die Fluiddynamik und ermöglichte eine präzise Bewertung von Leistungsindikatoren wie Strömungsgeschwindigkeiten und Trägerverteilung. Dieser integrierte experimentell-numerische Rahmen verbessert die Reaktorauslegung und -effizienz und ebnet den Weg für zukünftige Verbesserungen der Abwasserbehandlung.

Autoren: Efraim Riess-Gonzales und Averil Fernandez, M.Eng

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THINK Fluid Dynamix® Presentation

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Elimination von Mikroschadstoffen

By Projektbericht

ARA Thunersee nutzt HYPERCLASSIC®-Rührwerke zur Mikroschadstoffelimination

Die zunehmende Belastung unserer Gewässer durch Mikroverunreinigungen aus Medikamenten, Reinigungs- oder Körperpflegemitteln im Abwasser ist ein wachsendes Problem für Mensch und Tier.

Exkurs zur vierten Reinigungsstufe

Durch den unvollständigen Metabolismus von Arzneimitteln und die unsachgemäße Entsorgung von Körperpflegemitteln und Chemikalien gelangen immer größere Mengen an Mikroverunreinigungen in das zu reinigende Abwasser. Herkömmliche dreistufige Abwasserreinigungsanlagen (ARA) mit mechanischer, biologischer und chemischer Reinigungsstufe sind nicht dafür ausgelegt, um diese Mikroverunreinigungen zu entfernen. Wenn nicht durch Maßnahmen an der Quelle, also Vermeidung bzw. Verhaltensänderung, dafür gesorgt werden kann, dass diese Stoffe gar nicht erst in das Abwasser gelangen, bedarf es hierfür eines Ausbaus der vorhandenen Kläranlage in Form einer vierten Reinigungsstufe. Dieser Erweiterungsschritt geht in deutschen Regionen wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen sowie der Schweiz seit vielen Jahren voran. Bei der vierten Reinigungsstufe sind bisher zwei verschiedene Verfahrensarten etabliert:

  • Ozonung mit dem Ziel der Oxidation von Spurenstoffen oder
  • die Verwendung von Aktivkohle mit dem Ziel der Adsorption der Verunreinigungen.

Insbesondere das Verfahren mit pulverförmiger Aktivkohle (PAK) in Kombination mit Koagulation und Flockung ist eine bewährte und wirksame Lösung.

Optimierung der Prozesse

Für die Elimination von Mikroschadstoffen mit Hilfe des INVENT HYPERCLASSIC®-Rührwerks, steht die Verfahrensvariante mit PAK im Fokus. Dieses wird beispielsweise in der ARA Thunersee, Schweiz, mit dem sogenannten „Ulmer Verfahren“ seit 2018 angewandt. Hierbei wird die PAK in einem Kontaktreaktor dem gereinigten Abwasser aus der Nachklärung zugegeben und eingemischt. Durch Zugabe von Fällmitteln und Flockungshilfsmitteln werden wiederum beladene PAK-Flocken gebildet, die im Nachgang in zwei Sedimentationsschritten stromabwärts getrennt werden. Die Effektivität des Prozesses ist abhängig vom Kontaktreaktordesign und der eingesetzten Rührtechnik. Eine Optimierung der einzelnen Stufen ermöglicht dem Anlagenbetreiber einen sicheren und effizienten Betrieb, sowohl in Bezug auf Energie- als auch Chemikalieneinsatz. INVENT bietet mit THINK Fluid Dynamix® einen Service für Computional Fluid Dynamics (CFD) an, der die optimale Positionierung aller Zuläufe und der Dosierstellen für Chemikalien und Rührwerke bestimmt, um dadurch größtmögliche Durchmischung und stabile Flockenbildung mit minimalem Energieeintrag zu erreichen. Das HYPERCLASSIC®-Rührwerk ist zudem die optimale Technik zur Durchmischung eines Kontaktreaktors. Durch die bodennahe Positionierung des Hyperboloid-Rührkörpers, werden radial hohe Sohlgeschwindigkeiten zur effizienten Suspension erzeugt. Die gleichzeitig hohe Pumpleistung des Rührwerks ermöglicht eine intensive Großraumströmung zur schnellen Homogenisierung des Reaktorinhalts. Das HYPERCLASSIC®-Rührwerk ist außerdem hervorragend zur Flockung geeignet, da die Beschleunigung der erzeugten Flocken entlang der großen Oberfläche des Hyperboloid-Rührkörpers schonend stattfindet. Die scherkraftarme und doch intensive Durchmischung erzeugt optimale Bedingungen für das Flockenwachstum, also auch den angestrebten Reinigungsprozess. Die mikroschadstoffhaltigen Flocken können dann in der zusätzlich nachgeschalteten Sedimentation abgetrennt und wieder rezirkuliert werden. Gute Absetzeigenschaften der Flocken sind hierbei extrem wichtig, um Aktivkohleschlupf mit dem gereinigten Wasser zu vermeiden. Die beladene Aktivkohle wird am Ende des Prozesses mit dem Klärschlamm ausgeschleust, getrocknet und verbrannt.

INVENT und ARA Thunersee seit 1996 ein Erfolg

Die kommunale Kläranlage Thunersee, Schweiz, ist seit 1972 in Betrieb und reinigt das Abwasser von rund 120.000 angeschlossenen Einwohnern. Von 1994 bis 1998 wurden im Zuge einer Erneuerung der Biologie und Schlammbehandlung zwölf HYPERCLASSIC®-Rührwerke der vierten Generation in den anoxen Beckenteilen zur Denitrifikation auf insgesamt vier Straßen verbaut. Diese laufen nun stetig seit über 25 Jahren, wartungsarm und energieeffizient. Seit 2024 werden alte Rührwerke schrittweise durch neue HYPERCLASSIC®-Rührwerke Evolution 7 ersetzt, um die Technologie zu modernisieren und sich an die nun anspruchsvollere Situation mit schwererem PAK-beladenem Belebtschlamm in der Biologie anzupassen.

Zum Ausbau der Anlage mit der vierten Reinigungsstufe stand INVENT bei der Optimierung der vierstufigen Kontaktreaktoren in der Planungsphase zur Seite. Durch Strömungssimulation von THINK Fluid Dynamix® wurden auf Basis der Vorplanung folgende Fragestellungen beantwortet:

  • Feststellung der optimalen Zuläufe
  • Positionierung der PAK-Suspension und Fäll- bzw. Flockungshilfsmittel im ersten und letzten Beckenteil
  • Feststellung von Verweilzeiten und Homogenisierungsgrad des Beckeninhalts.

Für die Suspendierung des schwereren PAK-Schlamms mit einem Schlammvolumenindex von 80 bis zu 40 ml/g, wird mehr Rührleistung benötigt als beispielsweise für eine einfache Denitrifikation. Zusätzlich sind die Anforderungen an Homogenisierung und Flockenwachstum eine Herausforderung für die eingesetzte Rührtechnik. Seit der Installation der vierten Generation des HYPERCLASSIC®-Rührwerks in der Belebungsstufe im Jahr 1996 wurde das Rührwerk kontinuierlich weiterentwickelt, so dass nun die siebte Ausführung in der ARA Thunersee zum Einsatz kam. Mit dem HYPERCLASSIC®-Rührwerk Evolution 7 wird effizient und scherkraftarm eine hohe Sohlgeschwindigkeit im Reaktor erzeugt und durch das optimierte Design der Transportrippen am Hyperboloid-Rührkörper die Homogenisierungsleistung gesteigert.

Seit Juli 2018 ist die ausgebaute Anlage in Betrieb und die positiven Ergebnisse zeigen, dass sowohl die vierte Reinigungsstufe im Ganzen betrachtet ein voller Erfolg ist, wie auch die von INVENT mit Hilfe von CFD strömungsmechanisch empfohlenen Platzierungen der Zuläufe und Rührwerke, richtig analysiert wurden. In dem offiziell veröffentlichten Bericht zu den Ergebnissen des ersten Betriebsjahrs der ARA werden die gewählten Ausführungen folgendermaßen beschrieben: „Nach der Nachklärung der biologischen Stufe wird das Abwasser mit zwei Pumpwerken angehoben und in zwei Kontaktbecken mit 1.100 m3 Inhalt gefördert. Das Abwasser durchläuft vier mit HYPERCLASSIC®-Rührwerken ausgerüstete Zonen, wobei zwischen Zone 2 und 3 keine Trennwand besteht.“ 1

Dieser Effekt der „virtuellen Wand“ zwischen zwei gegenläufigen HYPERCLASSIC®-Rührwerken ist ein einzigartiger Effekt, der, bei gleichzeitig gutem Verweilzeitverhalten, Baukosten für eine Trennwand zwischen den Zonen einsparen kann. Weiter wird der Prozess in dem Bericht geschildert: „In die erste Zone wird die Pulveraktivkohlesuspension und eine Fe3+-Lösung dosiert. […] Ein anionisches Flockungshilfsmittel wird in der 4. Gerührten Zone an der Beckensohle in der Nähe des Rührwerkes zugegeben. [Im Anschluss wird] in vier Absetzbecken mit je 1.944 m3 […] der PAK-Schlamm abgesetzt und mit Rücklaufschlammpumpen in die erste gerührte Zone der Kontaktbecken gefördert.“ 1

Um die Effektivität der Anlage zu testen, wurden im ersten Jahr intensive Wasservergleichstests vor und nach der vierten Reinigungsstufe durchgeführt. 22 von 24 der 48-Stunden-Proben wiesen Eliminationsleistungen von 81% bis 95% auf, wobei 80% die geforderte Mindestleistung ist.

 

1 Bericht über die Ergebnisse des ersten Betriebsjahres der Kläranlage

HYPERCLASSIC-Rührwerk: Jetzt Broschüre downloaden!

Projekt Modernisierung Big Sky, Montana

By Projektbericht

Big Sky in Montana modernisiert Kläranlage mit Hyperboloid-Technologie von INVENT

Big Sky, Montana, USA, hat seine Kläranlage umfassend modernisiert, um dem steigenden Abwasseraufkommen infolge von Bevölkerungswachstum und dem Ausbau des Kanalnetzes gerecht zu werden. Als optimale Lösung wurde ein Membranbioreaktor-System (MBR) ausgewählt, das durch die innovativen Rühr- und Belüftungstechnologien von INVENT unterstützt wird. Diese gewährleisten eine effiziente biologische Reinigung und ermöglichen die Wiederverwendung des gereinigten Abwassers zur Bewässerung von Golfplätzen und zur Beschneiung – selbst unter extremen klimatischen Bedingungen.

In den vergangenen Jahren verzeichnete Big Sky ein starkes Bevölkerungswachstum. Gleichzeitig wurde eine wachsende Anzahl von Haushalten an das kommunale Abwassersystem angeschlossen, um die Abhängigkeit von dezentralen Klärsystemen (z.B. Sickergruben) zu reduzieren. Dadurch hat sich das behandelte Abwasservolumen in den letzten drei Jahrzehnten verdoppelt.

Um diese steigenden Anforderungen zu erfüllen, wurden die Ingenieure von AE2S in Bozeman, Montana, mit der Planung einer umfassenden Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Kläranlage in Big Sky beauftragt. Nach eingehender Prüfung wurde ein Membranbioreaktor (MBR) ausgewählt, da er eine besonders hohe Ablaufqualität gewährleistet. Das behandelte Abwasser wird in lokalen Speichern gesammelt und zur nachhaltigen Nutzung bereitgestellt – etwa zur Golfplatzbewässerung im Sommer und für die Schneeerzeugung im Winter.

Ein wesentlicher Vorteil von MBR-Systemen ist ihre Fähigkeit, mit hohen Schlammkonzentrationen bei gleichzeitig effektiver biologischer Reinigung zu arbeiten. In solchen Systemen ist eine zuverlässige und energieeffiziente Durchmischung in anaeroben und anoxischen Zonen entscheidend. INVENT Environmental Technologies wurde daher beauftragt, Rührwerke für die neuen biologischen Reaktoren und Fermenter zu liefern. In enger Zusammenarbeit mit den AE2S-Ingenieuren schlug INVENT das HYPERCLASSIC®-Rührwerk Evolution7 als ideale Lösung vor. Das hyperboloide Rührwerk sorgt für eine besonders effiziente Feststoffsuspension und homogene Durchmischung – entscheidend für Prozesse wie die verbesserte biologische Phosphorentfernung und Denitrifikation. Die einzigartige Form, die geringe Rotationsgeschwindigkeit und das radiale Strömungsmuster des HYPERCLASSIC®-Systems verhindern Sedimentablagerungen. Für einen zuverlässigen Betrieb in Montanas strengen Wintern wurde das Getriebe speziell für kalte Witterungsverhältnisse angepasst.

Neben den biologischen Reaktoren stellte auch das Ausgleichsbecken eine besondere Herausforderung dar: Es musste sowohl durchmischt als auch intermittierend belüftet werden. Konventionelle Belüftungssysteme erwiesen sich aufgrund des unregelmäßigen Betriebs des Beckens als ungeeignet. INVENT löste dieses Problem mit dem HYPERCLASSIC®-Rühr- und Belüftungssystem, das mechanische Durchmischung mit zeitweiser Luftzufuhr kombiniert.

Da es sich um die erste Installation eines HYPERCLASSIC®-Rühr- und Belüftungssystems in Montana handelte, wurde ein Standardtest zur Sauerstoffübertragung (SOTR) am INVENT-Hauptsitz in Erlangen, Deutschland, durchgeführt. Der großmaßstäbliche Reinwassertest bei Auslegungstiefe bestätigte die hohe Effizienz der Sauerstoffeintragung. Ein umfassender Prüfbericht wurde AE2S und der Stadt Big Sky vorgelegt und vollständig genehmigt.

Die erfolgreiche Umsetzung der Rühr- und Belüftungstechnologien von INVENT in der Kläranlage Big Sky unterstreicht die Bedeutung maßgeschneiderter, leistungsstarker Lösungen in der modernen Abwasserbehandlung – insbesondere in Regionen mit extremem Klima und ambitionierten Nachhaltigkeitszielen.

Mehr über das HYPERCLASSIC®-Rührwerk erfahren!

Projektbericht iTURBO in Prerov, CZ

By News, Projektbericht

Energieeffizient und leistungsstark: Die iTURBO®-Gebläse Lösung in Prerov, CZ

Die Betreiber der kommunalen Kläranlage Vodovody a kanalizace Prerov a. s. in der tschechischen Stadt Prerov beauftragten INVENT mit dem Austausch ihrer alten Gebläse durch vier iTURBO®-Gebläse. Diese erreichen doppelte Effizienz: Reduzierung des Stromverbrauchs um 36% sowie Erhöhung der zugeführten Luftmenge um 65%.

Zu jedem effizienten, getauchten Belüftungssystem in der Abwasserreinigung gehört eine Druckluftzufuhr, um die Luft für den Austritt unter der Wasseroberfläche zu komprimieren. Speziell für diese Anwendung hat INVENT ein fortschrittliches Turbogebläse entwickelt, in dem State-of-the-art Fertigungstechniken umgesetzt wurden. Dies ermöglicht die Anpassung der Gebläse an die individuellen Anforderungen der jeweiligen Kläranlage. So werden Energieverbrauch und Betriebsbereich für den spezifischen Prozess optimiert. Das Ergebnis ist eine mit höchster Effizienz arbeitende Maschine.

Erste Installation in der Tschechischen Republik

Die 1969 in Betrieb genommene Kläranlage in Prerov im Osten der Tschechischen Republik ist für eine kommunale Kapazität von 95.000 EW ausgelegt. Hinzu kommen die Abwässer einer nahe gelegenen Zuckerrübenfabrik, die zwischen Oktober und Februar eingeleitet werden. Ende der 1990er Jahre wurden mehrere Ausbauten unternommen, um dem steigenden hydraulischen Druck auf die Anlage entgegenzuwirken. Die Installation eines iTURBO®-Gebläses fand in Prerov 2020 statt, als die Gebläse für die im Belebungsbecken installierten Tellerbelüfter ausgetauscht wurden.

Optimierung des Energieverbrauchs

Zur Energieoptimierung der Anlage wurden bereits mehrere INVENT Produkte verbaut: 2017 robuste hyperboloidförmige HYPERCLASSIC®-Rührwerke für die anaeroben Becken und 2022 innovative, hochwertige CYBERSLUDGE®-Rührwerke für die Faulbehälter. Mit Hilfe einer Computational Fluid Dynamics (CFD)-Analyse, ebenfalls aus dem Hause INVENT, und zusätzlichem Finetuning wurde für das iTURBO®-Gebläse eine maximale Effizienz erzielt. Eine ausführliche Analyse der möglichen Energieeinsparungen auf der Kläranlage in Prerov überzeugte die Betreiber, die vier alten 132 kW Maschinen durch die effizienteren 75 kW iTURBO®-Gebläse zu ersetzen. So konnte nicht nur eine Reduzierung des Stromverbrauchs für Gebläse um 36% erreicht werden, sondern auch eine Erhöhung der dem Belüftungssystem zugeführten Luftmenge um 65% (von 10.802 m³/Tag auf 17.847 m³/Tag).

Platz- und Lärmeinsparung

Das Gebäude der bisherigen Gebläse konnte weiterhin genutzt werden. Aufgrund der deutlich kompakteren Maße der iTURBO®-Gebläse entstand sogar Lagerplatz. Auch die Geräuschentwicklung wurde durch die leiseren iTURBO®-Gebläse merklich reduziert.

Fazit

Das Projekt in Prerov zeigt eindrucksvoll die Vorteile der iTURBO®-Gebläse-Technologie, sowohl hinsichtlich der Energieeffizienz als auch der Platz- und Lärmeinsparungen. Das Projekt unterstreicht die Kompetenz von INVENT, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die die spezifischen Anforderungen der Kläranlagenbetreiber optimal erfüllen.

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WRF Ocotillo, Chandler, Arizona

By Projektbericht

Wegweisende Wasseraufbereitung: State-of-the-Art Umbau der Ocotillo Anlage in Chandler, Arizona

Die Ocotillo Water Reclamation Facility (WRF) in Chandler, Arizona, USA – eine Region in der Wasserwiederverwendung essentiell ist – spielt eine zentrale Rolle im nachhaltigen Wassermanagement. Die Stadt Chandler hat deshalb in modernste Anlagen zur Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung investiert, um gereinigtes Wasser für Parks, Unternehmen, Golfplätze und städtische Grundwasseranreicherungsanlagen bereitzustellen.

Um zu gewährleisten, dass die Ocotillo-Anlage den zukünftigen Anforderungen gerecht wird, musste die bestehende 18 MGD-Anlage hinsichtlich ihres biologischen Prozesses und ihrer Vorreinigung modernisiert werden. Wilson Engineers übernahm die Planung der Optimierungen, während McCarthy Building Companies den Bau ausführte.

Im Rahmen dieses Upgrades waren neue Rührwerke für den anoxischen Bereich erforderlich, um die fortschrittliche biologische Belebtschlammbehandlung der Anlage zu unterstützen. INVENT lieferte eine maßgeschneiderte Lösung, welche die hohen technischen Anforderungen erfüllte. Die INVENT HYPERCLASSIC®-Rührwerke Evolution 7 wurden aufgrund ihrer Effizienz und Zuverlässigkeit ausgewählt. Zusätzlich wurde aufgrund der 26 Fuß tiefen (ca. 8 m) anoxischen Becken das INVENT CYBERPROP-Rührwerk in die Welle des HYPERCLASSIC®-Rührwerks integriert, um die vertikale Durchmischung zu verbessern, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen.

Das CYBERPROP-Rührwerk ist ein innovatives Propellerblatt, das über dem Rührkörper des HYPERCLASSIC®-Rührwerks an der vertikalen Welle montiert ist. Es rotiert mit derselben Geschwindigkeit wie der Rührkörper und verbessert so die Homogenisierung ohne zusätzlichen Energieaufwand, was die Prozesseffizienz weiter optimiert.

Um die Leistung weiter zu steigern, führte INVENTs CFD-Abteilung, THINK Fluid Dynamix®, eine CFD-Strömungssimulation durch, um den Zulauf der anoxischen Becken zu optimieren. Die Simulation ergab, dass eine einfache Ablenkplatte die Strömungsdynamik erheblich verbessern würde. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde eine Ablenkplatte installiert, die für eine effektivere Beckenhydraulik sorgt.

Mit diesen Anpassungen ist die Ocotillo WRF nun bestens vorbereitet, um zukünftige Herausforderungen in der Wasseraufbereitung zu meistern und die langfristigen Nachhaltigkeitsziele von Chandler zu erreichen.

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Projektbericht Manchester und Silicon Valley, USA

By Projektbericht

INVENT sichert Energieeffizienz in US-amerikanischen Kläranlagen

Eines der führenden INVENT Produkte sorgt in Hunderten von amerikanischen Kläranlagen für erhebliche Energieeinsparungen. Das HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem bietet exzellente Misch- und Homogenisierungsergebnisse sowie eine hohe Effizienz beim Sauerstoffeintrag. Das Design ist strömungsmechanisch optimiert und umfasst einen hyperboloidförmigen Rührkörper, der in Bodennähe installiert ist, sowie einen Antrieb, der oberhalb des Wasserspiegels auf einer Brücke montiert ist. Die Energieeffizienz des HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystems wurde bereits in diversen Projekten in den USA, beispielsweise in Manchester, Connecticut oder im Silicon Valley, Kalifornien nachgewiesen.

Kläranlage Manchester, CT

Im Jahr 2015 schloss die Stadt Manchester, CT, eine umfassende Modernisierung ihrer alternden Wasseraufbereitungsanlage ab. Die Betreiber entwickelten ein Szenario, das den Betrieb von zwei parallelen Belüftungslinien mit jeweils acht Becken vorsah. Allerdings bestand die Sorge, dass bei nur zwei Linien die Hälfte des Belüftungsvolumens außer Betrieb genommen werden müsste, um Wartungsarbeiten durchzuführen. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Rühr- und Begasungssystem in das Design integriert und getestet. Schließlich wurde in jedem der 16 Becken ein HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem installiert.

Dies brachte zahlreiche Vorteile im Prozess und in der Betriebsflexibilität mit sich, wie die Wiederverwendung alter Belüfterplattformen. Außerdem kann jedes der 16 Becken entweder in einem anoxischen oder aeroben Zustand betrieben werden. Wenn ein oder zwei Becken in einem Belüftungstank außer Betrieb genommen werden mussten, konnte der Rest des Tanks im Zyklusbetrieb betrieben werden, um die Stickstoffentfernung aufrechtzuerhalten. Da Rühren und Belüften unabhängig voneinander sind, ist es nicht nötig, bestimmte Zonen übermäßig stark zu belüften, um die erforderliche Mischintensität aufrechtzuerhalten. Das Hyperboloid-Rührwerk liefert die erforderliche Rührenergie, sodass die aeroben Zonen am Ende des Prozesses mit deutlich geringerem Belüftungsniveau betrieben werden können. Dabei werden die Prozessanforderungen weiterhin erfüllt, was erhebliche Energieeinsparungen ermöglicht.

Das Personal der Anlage war stark in die Planung und das Design der Modernisierung eingebunden. Dank ihres umfassenden Wissens über die Anlage konnten passende Lösungen entwickelt werden, um die vorhandenen Becken mit minimalen strukturellen Verbesserungen wiederzuverwenden. Die Offenheit der Mitarbeiter für neue Technologien, wie das erwähnte Hyperboloid-Rühr- und Begasungssystem, ermöglichte innovative Lösungen und maximale Betriebsflexibilität.

Kläranlage Silicon Valley, CA

Das System für die Belüftung des Klärschlamms in der Kläranlage von Silicon Valley Clean Water (SVCW) war seit dem Bau der Anlage in den frühen 1980er Jahren praktisch unverändert geblieben. Es wurden verschiedene Optionen in Betracht gezogen, darunter Upgrades auf eine feinblasige Belüftung, verbesserte Turbinenrührwerke und das HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem. Die Kosten für eine vollständige Umrüstung auf ein feinblasiges Belüftungssystem waren jedoch weitaus höher im Vergleich zu einem innovativen Rühr- und Begasungsdesign. Dies führte das SVCW-Team zu einer vertieften Untersuchung der INVENT Rühr- und Belüftungstechnologie.

Das HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem zeigte dabei einige zusätzliche Vorteile:

  • Die Luftaustrittsöffnung wurde etwa 54 Zoll näher am Boden der Belüftungsbecken platziert, was die Sauerstoffeintragseffizienz verbesserte.
  • Der Einsatz des INVENT-Begasungsring erzeugte kleinere Blasen, die den Sauerstofftransfer weiter optimierten.
  • Die durch das Rühren erzeugte Strömung verlängerte die Verweildauer der Blasen in der Säule der Belüftungsbecken, was die Sauerstoffeintragseffizienz weiter erhöhte.
  • Mikro-Wirbel, die vom Rührkörper ausstrahlten, reinigten den Beckenboden und verhinderten die Ansammlung schwerer Feststoffe.

SVCW bewertete die theoretische und die tatsächliche Leistungen, um einen tieferen Luftaustrittspunkt in den Belüftungsbecken zu rechtfertigen. Eine Prüfung der Leistungskurven der Gebläse zeigte, dass die größere Austrittstiefe die Gebläse an ihre Kapazitätsgrenze bringen würde. Dieser Versuch war erfolgreich, was das Konzept des HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem weiter voranbrachte. Trotz des Betriebs mit voller Geschwindigkeit führte die Installation des Systems zu einer drastischen Reduzierung des Stromverbrauchs im Belebtschlammprozess in Silicon Valley.

Beide Anlagen konnten diese energieeffizienten Belüftungs-Upgrades erfolgreich umsetzen, indem sie das INVENT HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystem einführten. Manchmal können kleine Blasen den Unterschied machen!

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Projektbericht Lafayette, CO, USA

By Pressemeldungen, Projektbericht

Spitzentechnologie im Einsatz für eine nachhaltigere Wasserversorgung in Lafayette

Die Entwicklung einer nachhaltigen Wasseraufbereitung zählt zu den bedeutendsten Aufgaben der im Herzen der USA gelegenen Kleinstadt Lafayette (Colorado, USA), Nahe der Rocky Mountains. Seit 2022 setzt die Stadt dabei auch auf eine neue Hochleistungsanlage, die mit modernsten Abwasseraufbereitungstechnologien die Wasserversorgung der Region ergänzen soll. Ein zentrales Element der Anlage bilden 13 hocheffiziente HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssysteme von INVENT, die eigens für die Abwasseraufbereitung unter schwierigen Bedingungen entwickelt wurden.

Seit vielen Jahren versteht sich Lafayette als Partner verschiedener großer Wasserprojekte, die die Widerstandsfähigkeit der Region unter sich verändernden klimatischen Bedingungen sicherstellen sollen. Neben der Erschließung neuer Wasserreservoire gewinnt die Aufbereitung von Abwasser dabei zunehmend an Bedeutung, um Wohlstand und Wachstum in der Region zu schützen.

Nach der Planung, Lieferung und Installation eines ersten HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssystems durch INVENT folgten nach erfolgreichem Testbetrieb bis zum Jahr 2023 zwölf weitere Systeme. In der leistungsstarken Aufbereitungsanlage stellen die Rühr- und Begasungssysteme vor allem die Schlammstabilisierung durch Mischung und Belüftung im Schlammbecken sowie den effizienten Sauerstoffeintrag zur Reduktion des biologischen (BOD) und chemischen (COD) Sauerstoffbedarfs in den belüfteten Becken sicher. Dank der strömungsmechanisch optimierten Technologie erweisen sich die 13 HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssysteme dabei im kontinuierlichen Betrieb ebenso effizient und zuverlässig wie im intermittierenden Betrieb:

  • Verbesserte Schlammqualität: Der einzigartige hyperboloidförmige Rührkörper bewirkt eine optimierte bodennahe Strömung, die Ablagerungen aufwirbelt und eine homogenere Verteilung des Schlamms gewährleistet.
  • Effiziente Belüftung: Die mechanische Belüftung erzeugt Luftblasen in optimaler Größe, die durch die Rotation des Rührkörpers gleichmäßig im Becken verteilt werden. Dadurch verbessert sich der Sauerstoffeintrag bei sinkendem Energieaufwand. Eine signifikante Reduktion der Betriebskosten wird möglich.
  • Verringerter Wartungsaufwand: Die Konstruktion und Auslegung des Rühr- Begasungssystems ist für den Dauerbetrieb konzipiert. Der Wartungsaufwand  wurde durch einen trockenen Antrieb minimiert, wodurch die Wartungskosten sinken. Eine langfristige Betriebsstabilität wird sichergestellt.

Entwickelt für den Einsatz in anspruchsvollen Abwässern bilden die HYPERCLASSIC®-Rühr- und Begasungssysteme ein zentrales Element der innovativen und umweltbewussten Wasserversorgungsstruktur von Lafayette. Mit einer Menge von täglich bis zu 6,4 Millionen Gallonen Wasser (MGD) – das entspricht der Füllmenge von mehr als 20 großen Schwimmbädern – stellt die Stadt in Kooperation mit INVENT eindrucksvoll unter Beweis, dass sich eine moderne, umweltfreundliche und leistungsstarke Wasserversorgung realisieren lässt.

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Wasser im Fokus des VDMA

By Projektbericht

VDMA präsentiert Fokusthema Wasser

Wasser ist mehr als eine selbstverständliche Ressource. Es ist ein strategisches Gut, insbesondere für die Industrie. Trotz gestiegener Effizienz bleibt seine Wichtigkeit oft unterschätzt.

Der VDMA hat das Thema Wasser in den Fokus genommen und beleuchtet die essenzielle Rolle, die Wasser im industriellen Sektor spielt. Auf der Website erfahren Sie, wie der Maschinen- und Anlagenbau innovative Lösungen für das Wassermanagement entwickelt und warum Wasser eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Produktion spielt.

Im Interview, das auf der IFAT 2024 gedreht wurde, spricht Richard Clemens, Geschäftsführer VDMA-Fachverbände Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen und Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, mit Dr.-Ing. Marcus Höfken, Vorstand VDMA Verfahrenstechnik und Vorstandvorsitzender der INVENT über die IFAT, über Klimawandel und Wasserknappheit sowie über die Zukunftsaussichten der Wasser- und Abwassertechnik.

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Projektbericht Salt Lake City

By Projektbericht

Salt Lake City setzt neue Maßstäbe in der Biologischen Abwasserreinigung

Die Central Valley Water Reclamation Facility (CVWRF) in Salt Lake City ist eine Anlage zur Wasseraufbereitung in Utah, USA und spielt eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen in dieser Region. INVENT trägt mit der Lieferung und Installation von 30 energieeffizienten HYPERCLASSIC®-Rührwerken für die neue biologische Nährstoffentfernung zu dieser Vorreiterrolle bei. Durch diese Zusammenarbeit wird die CVWRF zu einem Symbol für Innovation und Nachhaltigkeit in der Abwasserreinigung.

Die hochmoderne Anlage im Herzen des Central Valley ist ein Beispiel für das Engagement der Stadt Salt Lake City für Umweltschutz und Wassereinsparung. Die Anlage deckt ein weites Einzugsgebiet ab und ist ausgestattet mit modernster Technologie für eine effiziente Abwasserbehandlung und -wiederverwendung. Das aus verschiedenen Quellen eingeleitete Abwasser wird umfassenden Behandlungsverfahren unterzogen. Dabei wird sichergestellt, dass die vorgegebenen Grenzwerte für Stickstoff und Phosphor eingehalten werden, bevor es in die Umwelt zurückgeleitet wird.

In der Anlage wird ein mehrstufiges Behandlungsverfahren eingesetzt, das mit der Entfernung von Feststoffen durch Siebung und Sedimentation beginnt. Anschließend wird mit Hilfe biologischer Nährstoffentfernung (BNR) Gesamtphosphor und Gesamtstickstoff entfernt, um sicherzustellen, dass das Abwasser die Grenzwerte des Bundesstaates Utah einhält.
Verfahren der biologischen Nährstoffentfernung sind dafür bekannt, dass sie über weite Teile des Prozesses mit geringem Sauerstoffgehalt (anoxisch) oder sogar ganz ohne Sauerstoff (anaerob) betrieben werden. Hierfür ist eine effiziente Durchmischung des Abwassers erforderlich. Um die Energieeffizienz zu maximieren und den Wartungsaufwand zu minimieren, hat sich die CVWRF für den Einsatz von INVENT HYPERCLASSIC®-Rührwerken entschieden.

In den anoxen Zonen der neu gestalteten Belebungsbecken werden 16 HYPERCLASSIC®-Rührwerke Evolution7 eingesetzt, um den Belebtschlamm optimal zu durchmischen. Darüber hinaus werden zwölf Rührwerke zur Durchmischung der anaeroben Becken und zwei zur Suspendierung des Rücklaufschlammes eingesetzt. Zusätzlich zu den 30 HYPERCLASSIC®-Rührwerken Evolution7 setzt CVWRF weitere INVENT-Rührwerke im Chlorierungskanal und in der Nährstoffentfernung im Nebenstrom ein.
Bei der Planung empfahlen die INVENT Ingenieure das HYPERCLASSIC®-Rührwerk Evolution7, um die Mischeffizienz bei noch geringerem Energieverbrauch zu optimieren. Die Forschung und Entwicklung zu diesem innovativen Rührwerk wurde von INVENT durchgeführt, wobei moderne Computational Fluid Dynamics (CFD) Modellierung und 3D-Druck für Rapid Prototyping zum Einsatz kamen. Das HYPERCLASSIC®-Rührwerk Evolution7 wird erfolgreich in zahlreichen Großanlagen weltweit eingesetzt, im Bundesstaat Utah ist die CVWRF die erste Kläranlage, die diese Technik nutzt.

Die Central Valley Water Reclamation Facility mit ihren umfassenden biologischen Behandlungsverfahren und dem Einsatz moderner, energieeffizienter Aufbereitungsanlagen einen Standard für verantwortungsvolle Wasserrückgewinnung setzen. INVENT steht den Betreibern als leistungsstarker Partner zur Seite und unterstützt die CVWRF bei ihrem proaktiven und energiebewussten Abwasser- und Wassermanagement.

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